
"Die Leute nennen mich mal eine Autorin dann wieder Krimischreiberin, wahrscheinlich bin ich für sie alles Mögliche. Nach meiner Philosophie bin ich eher eine Schreiberin die sich für den Vollzug der Gesetze einsetzt."

"Dr. Fierro ist einfach ein Geschenk, ich weiß nicht was ohne sie aus mir geworden wäre. Sie strahlt so viel positive Energie aus, weil sie alles mit absoluter Leidenschaft macht. Sollte mir mal etwas schlimmes zustoßen, dann müsste sie an meinen Fall arbeiten. Sie ist die Beste!"

"Meine Mutter sagte immer:"Wann wirst du endlich aus der schrecklichen Leichenhalle verschwinden?" Aber ich konnte es nicht, und so wurden es schließlich sechs Jahre. Es war das Beste, das mir passieren konnte. Ich könnte nie über Scarpetta schreiben, wenn ich nicht so viel Zeit in dieser Umgebung verbracht hätte."

"Ich gehe immer noch zu Autopsien, so ungefähr sechs bis zwölf Mal im Jahr. Ich sehe dann einfach zu. Es ist wichtig, dass ich mich immer wieder in diese Situation begebe, denn dort sehe ich Dinge, die ich mir niemals hätte ausdenken können."

"Die Situationen die ich erfinde sind für mich so real, dass es im Laufe der Jahre immer schwieriger wird zu unterscheiden, ob ich eine Szene erfunden habe, oder ob ich sie tatsächlich irgendwann erlebt habe. Aber es muß so sein, denn wenn ich es nicht richtig fühle, würden es auch die Leser nicht fühlen. Wenn ich über eine Obduktion schreibe, kann ich nicht nebenbei am Schreibtisch frühstücken, weil ich anfange die Gerüche zu riechen, die Geräusche zu hören. Ich fühle wie kalt es im Raum ist, ich kann an nichts anderes denken. Ich kann auch nicht nachts schreiben, weil ich in der Nacht nicht in der Leichenhalle oder an Tatorten sein möchte, es sei denn, ich bin tatsächlich mit der Polizei unterwegs. Dann ist es anders. Das sind alles sehr intensive Erfahrungen. Schon als ich zwischen vier und sechs Jahren alt war habe ich eine starke Vorstellungskraft entwickelt. Meine reale Welt war so unangenehm, dass ich mir eine Phantasiewelt aufbaute, durch Schreiben, durch Malen, und dadurch, dass ich mir kleine Freunde erfand, auf die ich meine Gefühle richten konnte. Für ein Kind ist das eine sehr starke Einbildungskraft, und die funktioniert auch heute noch."

"Es gibt keinen Ort der Welt, den man mit der Body Farm vergleichen könnte, sie ist so unwirklich. Als ich zum ersten Mal durch diesen Zaun ging - und die ganzen Körper auf dem Boden liegen sah - beschlich mich das unheimliche Gefühl, ich sei in einem Kriegsgebiet geraten."

"Eigentlich ist das eine Dienstwaffe, aber ich habe sie für meine Recherche bekommen, weil Marino jetzt auch eine hat. Keine Angst, sie ist nicht geladen. Es ist eine neue 357er Pistole. Die Polizei von Richmond benutzt solche Waffen. Marino kann sie nicht richtig tragen, wenn ich mich mit ihr nicht auskenne. Also behalte ich sie hier, dann habe ich sie zur Hand wenn ich sie brauche. So wird diese Welt für mich real."

"Einen Tod durch Schußwaffen finde ich am langweiligsten, daher beschreibe ich in meinen Büchern auch nicht so viele Morde die durch Schüsse verursacht werden, denn das ist so unpersönlich. Man kann jemanden aus weiter Entfernung erschießen. Mich interessieren mehr die Verbrechen bei denen es einen Kontakt zwischen zwei Menschen gibt, bei denen jemand irgendeinen Beweis am Körper hinterläßt, der schließlich Aufschluß gibt wer es getan hat, und warum."

"Ich habe es im Buch so gemacht, dass Scarpetta James Town ganz genau kennt, weil sie mal für sie gearbeitet hat. Sie machen hier ja auch soetwas wie eine Autopsie. Aus den kleinen Fundstücken, irgendwie die Geschichte der Vergangenheit zusammenzusetzen. Scarpetta findet das sehr interessant."

"Ich vergesse nie, dass ich keine Gerichtsmedizinerin bin, oder Polizistin. Mir ist klar, dass ich diese Dinge nicht in Wirklichkeit tue, und das ich - verglichen mit den Wissenschaftlern - eigentlich ziemlich wenig weiß. Sie sind meine Helden."
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